Save-the-Date: Siolence Ausstellung und Vortrag

„Siolence“: Wenn Gewalt sichtbar und Schweigen hörbar wird
Fotoausstellung vom 25. November bis 10. Dezember 2026 und Vortrag und Diskussion am 7. Dezember im Theaterhaus Stuttgart

Im Rahmen der Orange Days 2026 zeigt Soroptimist International Club Stuttgart vom 25. November bis 10. Dezember 2026 im Theaterhaus Stuttgart die Fotoausstellung „Siolence – Die stille Wahrheit der Gewalt“. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die Gewalt erfahren haben – und den Mut gefunden haben, ihr Schweigen zu brechen.

Der Titel „Siolence“ verbindet die englischen Begriffe „Silence“ und „Violence“ – Schweigen und Gewalt. Die Ausstellung zeigt großformatige Porträts der international renommierten Fotografin Elfie Semotan (1941–2026). Behutsam und respektvoll porträtierte sie Frauen, die von ihren Gewalterfahrungen berichten.

Über QR-Codes können Besucherinnen und Besucher persönliche Aussagen der porträtierten Frauen hören. So entsteht ein eindringlicher Dialog zwischen Bild und Stimme, zwischen dem Sichtbaren und dem lange Verschwiegenen.

Vorträge und Diskussion am 7. Dezember
Begleitend zur Ausstellung lädt der Soroptimist International Club Stuttgart am 7. Dezember 2026 um 20 Uhr zu dieser Veranstaltung im Glashaus des Theaterhauses ein.

Petra Werkovits, Kuratorin der Ausstellung und Past Präsidentin von Soroptimist International Österreich, gibt an diesem Abend Einblicke in die Entstehung des Projekts und seine internationale Resonanz.

Im Anschluss diskutieren Frau PD Dr. med. Katharina Feld, Rechtsmedizinerin Universität Heidelberg, Leiterin der Gewaltambulanz am Klinikum Stuttgart, Frau Dr. med. Gudrun Jacobi, Kinderärztin und ärztliche Psychotherapeutin, Frau Victoria Hassel von Frauen helfen Frauen e. V., und Frau Petra Werkovits, Ausstellungskuratorin darüber, wie Gewalt frühzeitig erkannt, Betroffene wirksam unterstützt und gesellschaftliche Verantwortung gestärkt werden kann.

Mit „Siolence“ setzt Soroptimist International Stuttgart im Rahmen der Orange Days gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein deutliches Zeichen gegen Wegsehen und Schweigen – und für eine Gesellschaft, die Betroffenen zuhört, sie unterstützt und handelt.

Veranstaltungsdaten
„Siolence — Die stille Wahrheit der Gewalt“

Ausstellung: 25. November – 10. Dezember, 2026, jeweils ab 18 Uhr, Theaterhaus Stuttgart
Einführung und Diskussion: 7. Dezember 2026, 20 Uhr, Theaterhaus Stuttgart, Glashaus
Anmeldung erforderlich: https://eveeno.com/900460714

Mit freundlicher Unterstützung vom Theaterhaus Stuttgart



Der „All Female Composer Slam“ – eine besondere Benefizveranstaltung

First All Female Composer Slam 2026 – Junge Oper im Nord, JOiN, initiiert und organisiert von Soroptimist international Club Stuttgart. Foto: Susanne Brendel

SI-Club Stuttgart in Kooperation mit JOiN (Junge Oper im Nord)

Was als inspirierende Idee begann, wurde ein außergewöhnliches Ereignis. Mit dem ersten All Female Composer Slam wurde eine Weltpremiere ins Leben gerufen, mit der wir auch ein besonderes Projekt fördern können: #CoupleGoals0711 – Präventionsmodule, die als Workshops an Schulen durchgeführt werden. Mehr dazu unter: Frauen helfen Frauen e.V. Stuttgart. Wir freuen uns, als SI-Club mit den eingenommenen Spenden in Höhe von 10.000 Euro drei weitere Workshops ermöglichen zu können.

Victoria Hassel von Frauen helfen Frauen e.V. erläutert die Wichtigkeit des Projekts #CoupleGoals0711. Foto: Susanne Brendel

Dank derJungen Oper im Nord (JOiN) und der unermüdlichen Arbeit des SI-Stuttgart Projektteams (Katharina Drifthaus, Tina Hoffmann, Patricia Masibay und Simon Kluth) bekamen vier Komponistinnen eine Bühne. Im ausverkauften Theater erlebten wir auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig, mutig und innovativ diese Musikerinnen ihre eigenen Werke in den verschiedensten Genres präsentieren.

Vier Frauen, vier Handschriften – ein gemeinsames Ziel: Musik im „Slam-Format“

Die Bühne machte schon mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Instrumenten und Technik neugierig: ein Flügel, Beamer und Leinwand, ein Schlagzeug und Elektronik, eine Oud, ein Kontrabass und ein lustiger kleiner Kasten auf einem Tisch. Dieser experimentelle Aufbau ließ schon erahnen, dass das ein besonderer Abend werden würde. Und genau dies war die Stärke des Abends: vier Komponistinnen stellten sich nacheinander mit vier ausdrucksstarken, sehr unterschiedlichen Klangwelten einem Wettbewerb, dem Composer Slam, der am Ende vom Publikum entschieden wurde.

Composer Slam Erfinder Simon Kluth, Foto: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Musiker und Schauspieler Simon Kluth, der Erfinder des Formats, führte durch den Abend, interviewte die Komponistinnen und hob das Besondere hervor: ein Composer Slam ausschließlich mit Frauen.

Klangkunst – Visualisierung – Verzauberung

Jazzklavier und animierte Zeichnungen, verbunden zu einem anregenden Klangerlebnis, brachte
Juliana Saib zum Auftakt auf die Bühne. Zarte Jazzklänge verschmolzen mit den farbigen Visuals zu einer poetischen Gesamtheit.

Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Die Kontrabassistin Daniela Petry überraschte mit einer Performance, bei der der Bass mit ihrem Körpereinsatz zum Resonanzraum für Klänge wurde. Das Publikum verfolgte mit Spannung, was ein Instrument alles kann, wenn die Musikerin über das klassische Spiel hinausgeht.

Mit einer berührenden musikalischen Erzählung brachte die iranische Komponistin Fatemeh Dehghani die Oud auf die Bühne, ein in ihrer Heimat Iran verwurzeltes Instrument. Ihre Themen Reisen, Umwege und die Sehnsucht nach Frieden übersetzte sie in eine Komposition, in der sie die Klänge der Oud auch mit ihrer Stimme verband. Sie widmete ihren Auftritt den Menschen in ihrer Heimat, zu denen sie derzeit keinen Kontakt haben kann.

Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

Mit einer humorvollen Performance nahm Schlagzeugerin Lisa Wilhelm das Publikum mit auf eine bildstarke, mit musikalischen Rhythmen unterlegte Reise. Ihre Illustrationen machten die Kompositionen mit vollem Einsatz des Schlagzeugs zu Erlebnissen, die mitreißend, sichtbar und hörbar waren.

Ein Finale, das bewegt und Sichtbarkeit, die zählt

Am Ende des Wettbewerbs waren eigentlich alle vier Komponistinnen Gewinnerinnen des Abends, als sie sich gemeinsam mit Moderator Simon Kluth zu einer erstaunlichen Improvisation zusammenfanden. Das Publikum entschied sich für Lisa Wilhelm als Gewinnerin, gefolgt von Fatemeh Dehghani, doch das große Talent aller vier Musikerinnen war deutlich zu erleben.

Lisa Wilhlem, Juliana Saib, Fatemeh Dehghani, Daniela Petry
Foto: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur

In allen Darbietungen sowie im spontanen Zusammenspiel wurde spürbar, wie viel kreative Kraft entsteht, wenn Frauen ihre Talente zusammenbringen. Für einen Moment wirkte es, als könnte aus dieser ungewöhnlichen Instrumentenkombination jederzeit eine Band entstehen – voller Mut, Spielfreude und künstlerischer Freiheit.

Katharina Drifthaus, Simon Kluth, Daniela Petry, Lisa Wilhelm, Juliana Saib, Tina Hoffmann, Fatemeh Dehghani, Patricia Masibay Foto: Susanne Brendel

Im ausverkauften Theater im JOiN fanden 100 Zuschauer:innen Platz, die wir zu Beginn und in den Pausen mit Getränken und Quiche versorgen konnten. Wir danken allen, die mit ihren großzügigen Spenden zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben!

SWR-Kultur, Sophia Volkhardt, hat über die Veranstaltung berichtet: Zum Bericht des SWRKultur

Auch Sie können das Projekt #CoupleGoals0711 mit einer Spende unterstützen: 
Soroptimistischer Hilfsverein e.V.
IBAN DE23 6005 0101 0001 3006 06, BIC SOLADEST 600 | BW-Bank
Betreff: #CoupleGoals (FhF)
Gerne stellen wir auf Wunsch für Beiträge ab 200 Euro eine Spendenbescheinigung aus.

Mit großzügiger Unterstützung von