
SI-Club Stuttgart in Kooperation mit JOiN (Junge Oper im Nord)
Was als inspirierende Idee begann, wurde ein außergewöhnliches Ereignis. Mit dem ersten All Female Composer Slam wurde eine Weltpremiere ins Leben gerufen, mit der wir auch ein besonderes Projekt fördern können: #CoupleGoals0711 – Präventionsmodule, die als Workshops an Schulen durchgeführt werden. Mehr dazu unter: Frauen helfen Frauen e.V. Stuttgart. Wir freuen uns, als SI-Club mit den eingenommenen Spenden in Höhe von über 9.000 Euro drei weitere Workshops ermöglichen zu können.

Dank derJungen Oper im Nord (JOiN) und der unermüdlichen Arbeit des SI-Stuttgart Projektteams (Katharina Drifthaus, Tina Hoffmann, Patricia Masibay und Simon Kluth) bekamen vier Komponistinnen eine Bühne. Im ausverkauften Theater erlebten wir auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig, mutig und innovativ diese Musikerinnen ihre eigenen Werke in den verschiedensten Genres präsentieren.
Vier Frauen, vier Handschriften – ein gemeinsames Ziel: Musik im „Slam-Format“
Die Bühne machte schon mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Instrumenten und Technik neugierig: ein Flügel, Beamer und Leinwand, ein Schlagzeug und Elektronik, eine Oud, ein Kontrabass und ein lustiger kleiner Kasten auf einem Tisch. Dieser experimentelle Aufbau ließ schon erahnen, dass das ein besonderer Abend werden würde. Und genau dies war die Stärke des Abends: vier Komponistinnen stellten sich nacheinander mit vier ausdrucksstarken, sehr unterschiedlichen Klangwelten einem Wettbewerb, dem Composer Slam, der am Ende vom Publikum entschieden wurde.

Musiker und Schauspieler Simon Kluth, der Erfinder des Formats, führte durch den Abend, interviewte die Komponistinnen und hob das Besondere hervor: ein Composer Slam ausschließlich mit Frauen.
Klangkunst – Visualisierung – Verzauberung
Jazzklavier und animierte Zeichnungen, verbunden zu einem anregenden Klangerlebnis, brachte
Juliana Saib zum Auftakt auf die Bühne. Zarte Jazzklänge verschmolzen mit den farbigen Visuals zu einer poetischen Gesamtheit.


Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur
Die Kontrabassistin Daniela Petry überraschte mit einer Performance, bei der der Bass mit ihrem Körpereinsatz zum Resonanzraum für Klänge wurde. Das Publikum verfolgte mit Spannung, was ein Instrument alles kann, wenn die Musikerin über das klassische Spiel hinausgeht.
Mit einer berührenden musikalischen Erzählung brachte die iranische Komponistin Fatemeh Dehghani die Oud auf die Bühne, ein in ihrer Heimat Iran verwurzeltes Instrument. Ihre Themen Reisen, Umwege und die Sehnsucht nach Frieden übersetzte sie in eine Komposition, in der sie die Klänge der Oud auch mit ihrer Stimme verband. Sie widmete ihren Auftritt den Menschen in ihrer Heimat, zu denen sie derzeit keinen Kontakt haben kann.


Fotos: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur
Mit einer humorvollen Performance nahm Schlagzeugerin Lisa Wilhelm das Publikum mit auf eine bildstarke, mit musikalischen Rhythmen unterlegte Reise. Ihre Illustrationen machten die Kompositionen mit vollem Einsatz des Schlagzeugs zu Erlebnissen, die mitreißend, sichtbar und hörbar waren.
Ein Finale, das bewegt und Sichtbarkeit, die zählt
Am Ende des Wettbewerbs waren eigentlich alle vier Komponistinnen Gewinnerinnen des Abends, als sie sich gemeinsam mit Moderator Simon Kluth zu einer erstaunlichen Improvisation zusammenfanden. Das Publikum entschied sich für Lisa Wilhelm als Gewinnerin, gefolgt von Fatemeh Dehghani, doch das große Talent aller vier Musikerinnen war deutlich zu erleben.

Foto: Susanne Brendel, Bühnenbild: Klax Schur
In allen Darbietungen sowie im spontanen Zusammenspiel wurde spürbar, wie viel kreative Kraft entsteht, wenn Frauen ihre Talente zusammenbringen. Für einen Moment wirkte es, als könnte aus dieser ungewöhnlichen Instrumentenkombination jederzeit eine Band entstehen – voller Mut, Spielfreude und künstlerischer Freiheit.

Im ausverkauften Theater im JOiN fanden 100 Zuschauer:innen Platz, die wir zu Beginn und in den Pausen mit Getränken und Quiche versorgen konnten. Wir danken allen, die mit ihren großzügigen Spenden zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben!
SWR-Kultur, Sophia Volkhardt, hat über die Veranstaltung berichtet: Zum Bericht des SWRKultur
Auch Sie können das Projekt #CoupleGoals0711 mit einer Spende unterstützen:
Soroptimistischer Hilfsverein e.V.
IBAN DE23 6005 0101 0001 3006 06, BIC SOLADEST 600 | BW-Bank
Betreff: #CoupleGoals (FhF)
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